Die
Arbeiten an der Talsperre begannen am 13.Oktober 1954. Im Tal der
Riveris wurde der fast 50 Meter hohe Erddamm mit Bitumendichtung
errichtet. Er schließt den Stausee ab, der bei einer jährlichen
Zuflußmenge von rund 11 Mio m³ Wasser einen Inhalt von 5 Mio m³
hat.
Das
Rohwasser kann dem Stausee wahlweise in verschiedener Tiefe entnommen
werden. Mittels der Rohwasserleitung, die durch zwei Bergstollen
und das tief eingeschnittene Tal der Ruwer verlegt ist, wird es
der Filteranlage bei Irsch zugeleitet. Hier wird das Gefälle des
Wassers zunächst im Krafthaus in elektrische Energie umgewandelt.
Über die Filter- und die Aufbereitungsanlagen fließt der Wasserstrom
dann in der Reinwasserleitung dem Verbraucher zu.
Am 17. Januar 1957 wurde mit dem Probestau der Talsperre begonnen.
Die Anlage entsprach allen Erwartungen, und gegen Ende des Jahres
war die Sperre zum zweitenmal bis zum Überlauf gefüllt. Inzwischen
waren die Arbeiten an den Rohrleitungen und der Filteranlage soweit
fortgeschritten, daß die Wasserkraftanlage am 12. April 1958 in
Betrieb genommen werden konnte. Am 4. Juni 1958 wurde der Probebetrieb
der Filteranlage lrsch aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt fließt
das Wasser der Riveris von der Talsperre über die Rohwasserleitung,
Filteranlage und Reinwasserleitung in die Versorgungsleitungen der
Stadt. In weniger als 4 Jahren konnte somit der Bau der Riveristalsperre
mit allen Nebenanlagen vollendet werden. Umfangreiche Planungen
und gewissenhafte Ingenieurarbeit waren den Arbeiten vorausgegangen,
die mit modernsten Geräten und technischen Hilfsmitteln ausgeführt
wurden.
Techn. Daten der Talsperre:
Damm: 350.000 m³
Hang u. Talschotter
Dammhöhe: 50 m, 178 m Breite
Inhalt: 5 Mio. m³ Trinkwasser