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Vor einer Woche kam das Hochwasser

Liebe Riveriserinnen und Riveriser,
liebe Freundinnen und Freunde,
 
jetzt ist es genau eine Woche her, dass es zu dem schlimmen Hochwasser gekommen ist, das riesige Wassermassen in unser Dorf gebracht hat. Wir alle haben noch die Bilder im Kopf, was passiert ist. Ich denke, daran wird sich jeder, der an den Pfingsttagen in Riveris gewesen ist, noch sehr lange erinnern.
Jetzt ist das Dorf wieder über die Kreisstraße von Waldrach aus zu erreichen, die Busse kommen wieder in die Gemeinde, die Stauseestraße kann wieder - wenn auch nur langsam - mit dem Auto befahren werden. In den nächsten Tagen werden hier die gröbsten Schäden repariert werden. Erst dann wird sich herausstellen, wie kaputt die Straße tatsächlich ist.
Mir bleibt hier nur ein Wort des Danks!
Riveris hat es geschafft, das Schlimmste zu verhindern: Niemand wurde verletzt. Und: Die ersten Aufräumarbeiten sind enorm schnell vonstatten gegangen.
Beides - das glimpfliche Davonkommen und das schnelle Aufräumen - war nur möglich, weil so viele Menschen gemeinsam angepackt haben.
Unzählige Helfer waren vor Ort. Ungefragt. Weil es für sie selbstverständlich war. Das hat tief beeindruckt und bewegt. 
Alle einzeln zu nennen, wäre schlicht unmöglich. Ich danke unserer Feuerwehr, die ruhig und hochkompetent gehandelt und dabei jederzeit den Überblick über die Lage behalten hat. Der Dank gilt selbstverständlich auch den Feuerwehren aus ganz Rheinland-Pfalz, die die Freiwillige Feuerwehr Riveris zunächst in der Nacht auf Samstag abgelöst und später weiter unterstützt haben. Und er gilt den Feuerwehrleuten aus Lorscheid und Herl, die zuerst am Einsatzort waren.
Danken möchte ich den vielen freiwilligen Helfern, die kurzerhand da angepackt haben, wo Not am Mann war. Beim Schaufeln und Verteilen von Sandsäcken. Oder bei allen anderen Aktionen - wie beim Aufschütten von Wällen oder anderem, womit Häuser und Wohnungen vor eindringendem Wasser geschützt werden sollten. 
Besonders wichtig waren im Lauf der Überschwemmungstage Radlader, Bagger, Traktoren und anderes großes Gerät! Ohne ihre Fahrerinnen und Fahrer hätten wir alt ausgesehen.
Nicht zu vergessen die stillen Helfer - die im Gemeindehaus eine Basis geschaffen haben, in der sich die Helfer ausruhen und stärken konnten. Eine Verpflegungsstation, die es ohne die nicht gegeben hätte, die Suppen, Würstchen, Rohesser, Schnitzel, Kuchen, Brötchen und mehr gestiftet haben. Dazu kamen diejenigen, die mit Verpflegungswagen durchs Dorf gezogen sind und die versorgt haben, die zur Pause nicht ins Gemeindehaus gegangen waren. 
Es müssen 150 bis 200 Menschen gewesen sein, die sich gegen das Wasser gestemmt haben. Aus Riveris, aber auch aus unseren Nachbarorten und von weiter entfernt.
Es waren Tage, in denen Riveris gezeigt, dass es über eine starke Dorfgemeinschaft verfügt, in der alle anpacken, wenn es darauf ankommt. Jeder so, wie er kann. Eine Gemeinschaft, die viel schultern kann. Und die den Blick auf den Nachbarn in Not nicht verlernt hat.
Euch allen danke ich von Herzen. 
Ihr seid großartig!
 
Thomas Hoffmann
Ortsbürgermeister

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Veröffentlichung

Riveris
Fr, 24. Mai 2024

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